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IBM Connect 2017 and Beyond

Die diesjährige IBM Connect Konferenz in San Francisco war für uns einzigartig temporeich – von unserer Landung am Samstag bis zum darauf folgenden Freitag, gab es nicht einen Moment des Innehaltens. Es brauchte einen zwölf Stunden Flug, etwas Schlaf und weitere zwei Tage um die vielen Gespräche, Neuigkeiten und Vorträge, sowie den neuen Veranstaltungsort zu reflektieren.

Im Gegensatz zu vorhergehenden Connect Konferenzen fühlte sich 2017 ganz so an, als ob nun endlich viele Teile eines größeren Puzzles zusammen kommen und den Beginn einer neuen, aufregenden Reise markieren:

Open, Seamless, Cognitive

Während Cognitive – die An- und Einbindung von Watson, von digitalem Wissen, Kontext und assistiver Technologie – offensichtlich sein sollte, ist der tatsächliche Game Changer aus meiner Sicht „Open“ – „Offen“:

Nach Jahren herausragender Abwärtskompatibilität und „freedom of choice“ (beispielsweise freie Wahl des Domino Betriebsystems oder IMSMO für Outlook), scheint IBMs „neue Offenheit“ einen entscheidenen Schritt weiter zu gehen und auf herstellerneutrale, integrative Lösungen abzuzielen.

Endlich fügt IBM nicht einfach nur wieder „irgendetwas“ hinzu, sondern präsentiert Lösungen, welche die zunehmends fragmentierte digitale Welt und ihre Einzelteile zusammenbringt: Menschen, Informationen, Systeme, Lösungen, Wissen, Bits, Bytes, Ereignisse, Dateien, Dokumente, Prozesse und mehr.

Überraschenderweise wurde das Thema „digitale Transformation“ – jedenfalls soweit ich das mitbekommen habe – während der Konferenz nicht ein einziges Mal erwähnt. Dabei ist aus meiner Sicht vieles von dem, was IBM gesagt und gezeigt hat, von wesentlicher Bedeutung, um den Herausforderungen  digitaler Transformation zu begegnen und deren Chancen zu nutzen. Unter anderem wurde IBM‘s neue Offenheit quer durch die Palette vom Internet der Dinge (IoT, Internet of Things), über IFTTT, Slack und Office 365 demonstriert.

Feature packs und die Zukunft von IBM Notes und Domino

In den vergangenen Monaten fühlte sich IBM’s Ankündigung, von Fix zu Feature Packs zu wechseln, wie eine Reduzierung von Wert und Verbindlichkeit an. Auf der Connect 2017 wurde das genaue Gegenteil klar: Mit Feature Packs zielt IBM auf schnellere, vierteljährliche Updates ab. Die nächsten zwei beinhalten bereits wesentliche Verbesserungen, darunter das Update auf Java 1.8 und die Möglichkeit Ansichten ausserhalb von NSFs zu speichern.

Über IBM Domino Anwendungen

IBM hat beträchtlich Fahrt aufgenommen, um Kunden bei der Modernisierung ihrer Applikationslandschaften mittels Analytics, neuen APIs, neuen Partnerschaften und vorgenannten schnelleren Feature Pack Updates behilflich zu sein:

  • Analytics wird mit unserer Lösung panagenda ApplicationInsights zur Verfügung gestellt, welches für Durchblick rund um Nutzung, Design-Komplexität und Code von Anwendungen sorgt. Im 2. Quartal stellt IBM Kunden mit aktiver Domino Wartung die sogenannte Entitlement Edition von ApplicationInsights zur Verfügung – mehr zu diesem Thema in Kürze auf unserem Blog.
  • Neue und erweiterte REST APIs erlauben Kunden und Business Partnern das Erstellen moderner Anwendungen auf beliebigen Plattform. IBM Domino dient dabei als Backend für Adressbücher, User Management, Mail-Kontakte, Mailfile-Suche, Kalender, „Freebusy“ und zur Integration von Anwendungen – auch hier zeigt sich IBMs „neue Offenheit“.
  • Stetige Updates sollen schlussendlich im Rahmen der bereits erwähnten Feature Packs sicherstellen, dass Anwendungen reibungslos laufen und einfach zu betreiben sind.

Zu guter Letzt hat IBM drei Business Partner und deren Lösungen für die Modernisierung von Domino Anwendungen hervorgehoben – in alphabetischer Reihenfolge: Darwino, Sapho und We4IT aveedo.

PINK

Die Zukunft von IBM Connections, Codename PINK, war/ist eine weitere Demonstration von einer modernen, (nahezu ;)) agilen, flexiblen und offenen IBM: Websphere, DB2 und Co. werden durch Swift, React.js, MongoDB, Redis, Ngnx und Docker ersetzt. PINK wird On-Premises und in der Cloud auf derselben Codebasis laufen. Kunden können für jede Komponente frei zwischen Cloud und On Premises Betrieb wählen, inklusive Mischbetrieb und dem jederzeitigen Wechsel zwischen beiden Betriebsmodellen, für jede einzelne Komponente.

IBM Connect 2017: PINK

Unterschiedliche Sichtweisen?

Aus den vielen Connect Zusammenfassungen im Netz lassen sich unterschiedliche Schlussfolgerungen lesen: Für einige muss IBM erst noch liefern, wo andere bereits farbenfrohe Produkte haben. Für andere hat IBM erneut überwiegend Teil-Lösungen gezeigt, ungenügend für ein rundes Gesamtbild. Die meisten Zusammenfassungen aber scheinen „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen. Mein persönliches Fazit der IBM Connect 2017 ist: IBM geht nach längerem „Hinterher-Hinken mit Watson als Begleitung“ endlich wieder einen eigenen Weg, zielgerichtet und – so hoffe ich – konsequent. Noch ist das keine perfekt ausgebaute Autobahn, aber nach langer Zeit fühlt es sich so an, als würde IBM uns mit auf eine neue – aus meiner Sicht vielversprechende und spannende – Reise nehmen.

Wenn PINK, open, seamless, connecting, Brücken bauen, integrieren, herstellerneutral, Partnerschaften und Co. die neue DNA der IBM sind, IBM konsequent so weiter denkt, handelt und umsetzt – dann glaube ich an eine leuchtende Zukunft. Cognitive, kognitiv, „all things Watson“ steht mit Sicherheit ausser Frage – daher habe ich es nicht mit auf meine Wunsch- und Begeisterungsliste gesetzt.

Die nächste Connect Konferenz

Datum, Ort und Format der nächsten Connect wurden zwar nicht angekündigt, es finden aber erste Diskussionen statt. Aus europäischer Sicht würde ich mir wünschen, dass IBM Connect an die Ostküste zurückkehrt, nach zum Beispiel Boston oder Washington. Je mehr Business-like der Ort, desto besser. Las Vegas ist Glückspiel, Orlando Disneyland. Beides keine idealen Ziele für die Genehmigung von Geschäftsreisen. Allgemein hoffe ich, dass Connect nicht mit einer der anderen anonymen Riesenmessen verschmolzen wird und Expo und Unterkunft nächstes Jahr wieder im gleichen Hotel sind.

Zusammengefasst könnte 2017 der Wendepunkt für die Connect sein, um von hier aus zu wachsen: Zu der einen Konferenz, bei der es um die Implementierung und die Entwicklung der Zukunft von Kommunikation und Collaboration geht.

Open, seamless, cognitive.

ibm_connect_2017_panagenda

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