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Lesezeit: 8 Minuten

Das Gesamtbild Ihrer Code-Landschaft zeigt Ihnen neue Wege

Weg #2 von 7 neuen Möglichkeiten, ihre Domino-Anwendungsmigration zu meistern

Im ersten Teil dieser Serie sprachen wir darüber, wie Notes/Domino-Umgebungen in Unternehmen auf der ganzen Welt über Jahrzehnte organisch gewachsen sind. Wir haben auch die Rolle der „Citizen Developers“ bei diesem Wachstum skizziert und erläutert wie leicht es für Nicht-Entwickler ist, ihre eigenen Anwendungen mittels Schablone zu erstellen. Sie können sogar Design und Funktionalität verändern, ohne tatsächlichen Code zu schreiben.

Daraus ergab sich, dass die Datenbank-/Anwendungszahlen in den goldenen Jahren von Notes in die Höhe schnellten. Als immer mehr Schablonen verfügbar wurden, wurde diese Entwicklung noch weiter vorangetrieben!

Die Herausforderung, vor der wir in den heutigen Projekten stehen, ist nicht mehr nur, ob Datenbanken verwendet werden oder nicht. Projektmanager und Entwickler müssen wissen, welchen Zweck diese Anwendungen erfüllen. Welche Funktionen sie bereitstellen und wie sie sich in Geschäftsprozesse integrieren. Besonders, da sie wahrscheinlich nur einen Bruchteil dieser Anwendungen selbst verwenden. Eine Möglichkeit, um den erforderlichen Aufwand zu reduzieren und diese Herausforderung zu bewältigen, besteht darin, die Ähnlichkeit zwischen Datenbanken zu nutzen.

Nur 5-10% des Quellcodes könnten einzigartig sein. Und jetzt?

Eine sehr hohe Rate an duplizierten Code ist in Notes-Umgebungen nicht unüblich. Bei panagenda haben wir in Kundenumgebungen bis zu 97 % Codeduplizierung beobachtet.

Es gibt gute Gründe für diese hohen Zahlen. Gestaltungsschablonen in Domino-Anwendungen werden ausgiebig verwendet. Standardschablonen wie Mail-, Diskussions- und Dokumentbibliotheken sind Favoriten. Das ist auch gut so, denn es ist effizienter, Kernfunktionen zu integrieren, als sie kontinuierlich von Grund auf neu zu entwickeln.

Sobald Sie wissen, wo Quellcode-Blöcke dupliziert werden, können Sie diese sogar dafür verwenden, Ihre Notes-Migration und -Modernisierung zu beschleunigen!

Mit Cut-and-Paste zur Beschleunigung Ihrer Migrations- und Modernisierungsprojekte

Nicht Viele sind sich dieser Zahlen bewusst. Wie auch? Informationen wie diese sind fast unmöglich zu sammeln. Sobald Sie es aber machen, können sie ein extrem leistungsfähiges Werkzeug sein.

Stellen Sie sich vor, Ihre Entwickler kennen von Anfang an alle Stellen, an welchen ein einzelner Code-Block verwendet wird. Sie könnten einmal ein Update für eine Anwendung oder Vorlage schreiben. Danach kann ein einfaches Cut-and-Paste verwendet werden, um diese Korrektur anzuwenden, wo immer es benötigt wird!

Denken Sie an die potenzielle Zeitersparnis, die derzeit mit der Codierung verbracht wird, wenn bis zu 90 % Ihrer Updates mit Cut-and-Paste durchgeführt werden können! Nicht nur der Aufwand wird deutlich reduziert, sondern auch das Qualifikationsprofil eines Teils Ihrer Entwickler ändert sich.

Finden Sie Ihren doppelten Code – der Schlüssel zu höherer Geschwindigkeit

Das Quellcode-Dashboard in iDNA zeigt auf einen Blick, wie viel Code in Ihrer Umgebung dupliziert wird. Sie bekommen sofort eine Vorstellung von dem Potenzial, dass zum Beschleunigen Ihrer Entwicklungen in Ihrer eigenen Umgebung vorhanden ist.

Stellen Sie sich vor, Sie durchlaufen ein E-Mail-Migrationsprojekt. Sie suchen nach Anwendungen, die bei Änderungen des E-Mail-Systems zu einem Problem führen könnten. Wie finden Sie diese Informationen?

Es ist nicht schwierig. Gehen Sie einfach zum Datenbankkatalog. Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter. Hier können Sie „Insights“ auswählen. Erkenntnisse sind dabei zum Beispiel potenzielle Probleme, die wir bei der Quellcodeanalyse für Sie entdeckt haben.

Jetzt wissen Sie, wohin Ihr Cut-and-Paste muss

Basierend auf diesem Prinzip des gemeinsamen Codes erstellt iDNA Applications automatisch „Code Similarity Clusters“. Sie zeigen, welche Datenbanken denselben Quellcode verwenden und wie viel von diesem Quellcode sie gemeinsam haben.

Unsere Erfahrung in Kundenprojekten hat drei Anwendungsfälle aufgezeigt, in denen Codeduplikate und Ähnlichkeiten für maximale Wirkung genutzt werden können:

  1. Suchen der Schablonen, von denen Anwendungen ursprünglich abgeleitet wurden obwohl keine Gestaltungsschablone konfiguriert ist. Wenn Sie wissen, welche Anwendungen dieselbe interne Struktur aufweisen und inwieweit diese Struktur gemeinsam genutzt wird, können Sie eine gemeinsame Roadmap für die Verarbeitung dieser Anwendungen entwerfen.
  2. Identifizieren von Unterschieden im Code zwischen Schablonen und Datenbankinstanzen.Wurden Ihre Anwendungen im Vergleich zu den ursprünglichen Schablonen verändert? Das sollte Sie interessieren! Diese erfordern möglicherweise mehr Programmierressourcen, um sie in Ihrem Projekt ordnungsgemäß zu verarbeiten. Sobald Sie das in Erfahrung gebracht haben, sind Ihre Entwickler dort im Einsatz, wo sie gebraucht werden, und zwar dann, wenn sie gebraucht werden.
  3. Identifizieren Sie Anwendungen, die auf Standardschablonen basieren und nutzen Sie dieses Wissen.Viele Anwendungen basieren auf Standardschablonen von IBM, auch wenn in der Datenbank keine Gestaltungsschablone konfiguriert ist. Für Modernisierung oder Migration dieser Anwendungen stehen Entwicklertools von IBM/HCL bzw. verschiedenen Drittanbietern zur Verfügung.

Verschaffen Sie Sich Überblick über ihren Quellcode, bevor Sie Sich auf Ihr Projekt stürzen

Ein gründliches Verständnis Ihrer Anwendungen und ihres Codes eröffnet unzählige Möglichkeiten für Sie. Wir konnten in diesem Artikel nur wenige davon abdecken:

  • Zeit sparen
  • Verbesserung der Entwicklungseffizienz
  • Kosten senken
  • Beschleunigen Ihres Projektes
  • Verbesserung der Planung und Ressourcenallokation
  • Minimieren des Ausfallrisikos

Werfen Sie einen Blick in die iDNA Sandbox und überzeugen Sie sich selbst von den Möglichkeiten, die Sie erwarten, oder besuchen Sie unsere Knowledge Base für weitere technische Details.

Als nächstes in unserer Serie

Jetzt haben wir ein grundlegendes Verständnis der bevorstehenden Aufgabe in Bezug auf Nutzung und Design. Bei den nächsten Schritten geht es darum, die „Low hanging fruits“ zu ernten und potenzielle Hindernisse zu identifizieren, bevor sie zu ernsten Problemen werden.

Wir werden erläutern, wie wichtig es ist, Stakeholder zu identifizieren, wie wir unsere Erfolgsgeschichten am besten teilen können und was Sie brauchen, um den Projektumfang realistisch zu gestalten.

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Über diese Serie:

Unzählige Unternehmen weltweit setzen seit Jahrzehnten auf Notes/Domino*. Diese mächtige Applikations- und Kollaborationsplattform hat sich in vielen Unternehmen Zug um Zug als Fundament von Arbeitsweisen und etlichen Prozessen etabliert. Trotz alledem beginnen IT-Entscheidungsträger, sich eine Zukunft vorzustellen, in der Notes/Domino möglicherweise eine geringere oder gar keine Rolle mehr spielen könnte.

*früher IBM Notes/Domino


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