Die neue Bot-Erkennung von Microsoft wird Mitte 2026 eingeführt. Hier erfahren Sie, was Administratoren wissen müssen.
Der Bot im Raum, den niemand eingeladen hat
Meeting-Assistenten sind aus dem modernen Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken. Ob KI-gesteuert oder ein einfaches automatisiertes Tool, sie schreiben mit, nehmen auf, fassen zusammen und kümmern sich um die Nachbereitung, damit Sie es nicht tun müssen. Die Produktivitätsgewinne sind real. Aber es gibt auch ein Risiko.
Ungebetene Bots, die Ihren Microsoft Teams Meetings beitreten, sind ein potenzieller Sicherheitsalptraum. Wir haben dieses Thema bereits in einem früheren Blog angesprochen, Meeting-Bots: Hilfreicher Assistent oder Sicherheitsalptraum? Bots waren manchmal schwer von menschlichen Teilnehmern zu unterscheiden. Aus diesem Grund hat Microsoft den Administratoren früher erlaubt, die Nutzung der Lobby zu erzwingen und eine zusätzliche Überprüfung einzurichten, die jeden, der die Lobby betritt, dazu zwingt, eine CAPTCHA-Herausforderung zu lösen. – Dieser Ansatz sollte nicht-menschliche Teilnehmer blockieren, verursachte aber unnötige Reibungen für legitime Benutzer. Microsoft ändert dies nun.
Hier ist, was Sie wissen müssen.
Was Microsoft jetzt unternimmt: MC1251206
Microsoft hat ein wichtiges Update angekündigt, das die Lücke bei der Sichtbarkeit von Bots in Teams-Meetings direkt schließt. Gemäß der Message Center-Benachrichtigung MC1251206 (Microsoft 365 Roadmap ID 558107) erkennt und kennzeichnet Teams jetzt nativ externe Meeting-Assistenten, wenn diese versuchen, an Meetings teilzunehmen, die von Ihrer Organisation veranstaltet werden.
Dies ist eine große Verbesserung – und eine direkte Antwort auf die wachsende Nachfrage von Unternehmen nach Meeting Governance.
Was sich ändert
Ab Mitte Mai 2026 (Targeted Release) bis Mitte Juni 2026 (Allgemeine Verfügbarkeit, einschließlich GCC-Mieter) werden Teams:
- Erkennen Sie externe Meeting-Bots, wenn diese versuchen, Ihren Meetings beizutreten
- Kennzeichnen Sie erkannte Bots in der Meeting-Lobby deutlich mit einem visuellen Indikator, damit die Organisatoren wissen, womit sie es zu tun haben.
- Geben Sie Veranstaltern die Kontrolle, um Bots in der Lobby zuzulassen oder abzulehnen, zu erkennen, welche Teilnehmer Bots sind, und erkannte Bots während eines Live-Meetings zu entfernen.
- Einführung einer neuen Admin-Richtlinie im Teams Admin Center, um die Bot-Behandlung organisationsweit zu konfigurieren – mit der Standardeinstellung, dass die Genehmigung des Organisators erforderlich ist, bevor ein erkannter Bot beitreten kann
Die Bot-Erkennung wird standardmäßig für alle Mieter aktiviert, ohne dass eine Aktion zur Aktivierung der Funktion erforderlich ist. Microsoft empfiehlt, die Standardeinstellung „Genehmigung erforderlich“ beizubehalten. Administratoren können je nach Unternehmensanforderungen strengere oder freizügigere Optionen wählen.
Der Blickwinkel der Einhaltung
Es ist erwähnenswert, dass Microsoft diese Änderung als eine Änderung einstuft, die eine KI/ML-Erkennungslogik einführt, d.h. sie analysiert die Metadaten von Meetings, um externe automatisierte Bots zu identifizieren. Dies ist keine passive Änderung. Es handelt sich um eine aktive Erkennungsschicht, die signalisiert, dass Microsoft die Einhaltung von Meeting-Bots als erstklassiges Anliegen betrachtet und nicht als nachträgliche Maßnahme.
Der wichtige Vorbehalt
Hier müssen Unternehmen wachsam sein: Nicht alle Bots werden erkannt. Microsoft ist diesbezüglich transparent – einige Bots können sich aufgrund ihres Verhaltens der Erkennung entziehen. Microsoft bittet die Benutzer aktiv darum, nicht erkannte Bots über die App zu melden, um das System im Laufe der Zeit zu verbessern.
Das ist keine Kritik an der Funktion – es ist eine realistische Anerkennung des Katz-und-Maus-Spiels bei der Bot-Erkennung. Aber es bedeutet, dass die integrierte Erkennung von Microsoft eine notwendige, aber keine ausreichende Ebene ist.
Tiefer gehen: Was hinter der Native Detection steckt
Microsofts Erkennung ist eine solide Grundlage, aber wie gesagt, sie ist nicht narrensicher. Für Unternehmen, die diese Lücke schließen möchten und wissen müssen, ob Bots beigetreten sind und wenn ja, mit welcher Version und mit welchem Backend-Host sie kommuniziert haben, bietet panagenda TrueDEM eine Bot-Attribution auf Meeting-Ebene, die mit nativen Tools einfach nicht möglich ist.
Wenn Sie wissen möchten, warum diese Sichtbarkeit so wichtig ist, sollten Sie Stefan Frieds Studie „What Powers Your Teams Meetings?“ lesen.
Ihre nächsten Schritte
Das Update MC1251206 von Microsoft ist ein Schritt in die richtige Richtung – ein Schritt, den jeder Teams-Administrator beachten sollte. Hier unsere Empfehlung:
- Überprüfen Sie die neue Besprechungsrichtlinie im Teams Admin Center, sobald sie im Mai/Juni 2026 verfügbar ist.
- Behalten Sie die Standardeinstellung für die Genehmigung bei – die Genehmigung durch den Organisator, bevor entdeckte Bots beitreten können, ist die richtige Ausgangsposition.
- Schulen Sie Ihre Meeting-Organisatoren darin, Bot-Indikatoren in der Lobby zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, wenn etwas ungewohnt aussieht.
- Melden Sie unentdeckte Bots direkt aus der Teams-App, damit Microsoft die Erkennungsgenauigkeit verbessern kann.
- Schalten Sie die erweiterte Überwachung mit panagenda TrueDEM ein, um zu sehen, was Microsofts Erkennung nicht kann – einschließlich Bot-Versionsdaten, Backend-Hosts und vollständiger Zuordnung auf Meeting-Ebene.
Denn genau zu wissen, wer sich im Raum befindet, sollte nicht dem Zufall überlassen werden.